Chöre von Jens Röth begeisterten die Zuhörer. Musikdirektor Jens Röth hatte zu einem „Festlichen Konzert“ geladen. Zum ersten Mal zeigten all seine Ensembles gemeinsam, wie schön Chormusik sein kann.

Dornburg-Frickhofen. Die katholische Pfarrkirche „St. Martin“ entpuppte sich einmal mehr als eine hervorragende Konzertbühne mit einer erstaunlichen Akustik. Und dieses Konzert hinterließ einen nachhaltigen Eindruck – schließlich hatte Jens Röth seine Chöre und die Frankfurter Sinfoniker zu einem festlichen Konzert geladen. Schon der Titel ließ einen Kunstgenuss par excellence erwarten. Bei einigen Chören war ein Jahr mit ungezählten Proben notwendig, andere Chöre hatten einige Stücke schon im Repertoire.

Mit dem gemischten Chor Canticum aus Weilburg begann Jens Röth diesen Spätnachmittag. Wunderschön vor allem die beiden Stücke „Bogorodize Devo“ von Sergej Rachmaninov und „Ave Maria“ von Javier Busto. Beeindruckend im Anschluss der Auftritt des Männerchores, der sich aus Sängern des Männergesangvereins Eintracht Frickhofen und Frohe Stunde Weroth zusammensetzt. Er hinterließ vor allem bei den Musikerinnen und Musikern der Frankfurter Sinfoniker großen Eindruck. „Ein fantastischer Männerchor“ war nur einer der vielen Kommentare der Orchestermitglieder. Mit „Popule meus“ von Thomas L. da Vittoria leitete der Männerkonzertchor sein Programm ein, es folgte das „Ave Maria“ von Franz Abt. Das Stück beeindruckte vor allem mit seinem harmonisch geführten Ablauf, in den sich nahtlos die Solisten Patrick Brötz, Christoph Malm und Günter Röth einfügten. Zwei Werke des italienischen Komponisten Giovanni Pierluigi da Palestrina, „Soave fia il murir“ und „O bone Jesu“ und das „Ave Maria“ des deutschen Komponisten Franz Biebl leiteten über zu „Soon ah will be done“ – einem modernen Gospelwerk von William Dawson. Dafür gab es einen lautstarken Schlussapplaus. Anschließend hatten die Frankfurter Sinfoniker ihren großen Auftritt mit der Sinfonie Nr. 40 g-Moll, KV 550, von Wolfgang Amadeus Mozart.

„Krönungsmesse“

Nach einer kurzen Pause kam der eigentliche Höhepunkt des Konzertes. Hier fanden sich Sängerinnen und Sänger von Canticum Weilburg, des Kirchenchores St. Mathias Steinefrenz-Weroth und des Männerkonzertchores zusammen, um gemeinsam die „Krönungsmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart aufzuführen. Wunderschöner Chorklang und exzellente Orchesterbegleitung bereiteten den vielen Besuchern einen unvergesslichen Konzertgenuss. Die Männer verdienten sich mit ihrem „eigenen“ Auftritt ein Sonderlob, und das gilt bei der „Krönungsmesse“ auch für die Frauenstimmen. Stehende Ovationen waren am Ende des Auftritts und der nicht minder eindrucksvollen Zugabe, dem „Halleluja“ von Georg Friedrich Händel, verdienter Lohn für alle Akteure.

Das Konzert sei der „Höhepunkt meines Jahres“, sagte Dirigent Jens Röth und auf die Frage „Warum stellt man sich als Dirigent solch einer Aufgabe?“ antwortete er so: „Warum steigt man auf einen Berg? Wegen der Herausforderung.“ Jens Röth ist es zu wünschen, dass er noch viele Berge besteigt. Die Besucher würden es ihm danken.

Von Klaus-Dieter Häring

Artikel: http://www.fnp.de/lokales/limburg_und_umgebung/Grosser-Musikgenuss;art680,93557

© 2014 Frankfurter Neue Presse

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